BERT Google Update

BERT: Das größte Google Update der letzten fünf Jahre

Vor nicht allzu langer Zeit hat der Suchmaschinenanbieter Google eine Algorithmus-Änderung bekannt gegeben. Die Auswirkung ist groß – ungefähr zehn Prozent aller englischsprachigen Suchanfragen sollen die Veränderungen betreffen. Das Akronym BERT steht dabei für Bidirectional Encoder Representations from Transformers und gilt als eines der größten Sprünge der Suchmaschinenentwicklung. Transformer, so erklärt Google, steht für „Modelle, die Wörter in ihrem Verhältnis zu allen anderen Wörtern des Satzes verarbeiten“ und nicht nur Wort für Wort.

With the latest advancements from our research team in the science of language understanding–made possible by machine learning—we’re making a significant improvement to how we understand queries, representing the biggest leap forward in the past five years, and one of the biggest leaps forward in the history of Search.

– Pandu Nayak, Google Fellow and Vice President (Search)

BERT soll die menschliche Sprache besser verstehen als der bisherige Algorithmus. Vor allem der Zusammenhang von Wörtern durch beispielsweise Präpositionen ließ dieser außen vor. Dazu fehlte dem Algorithmus das Verständnis. BERT dient nun als Weiterentwicklung: Nutzer sollen Suchanfragen auf eine natürlichere Art und Weise stellen können und dementsprechend sollen auch die Suchergebnisse anders bzw. genauer ranken.

Wie funktioniert BERT?

Google veranschaulicht das Update anhand von verschiedenen englischsprachigen Such-Beispielen. Eine davon ist die Eingabe der Frage „Darf ich Medikamente für jemand anderen in der Apotheke holen“. Hierbei wurden früher die Wörter „Medikamente“ und „Apotheke“ verarbeitet. Daraufhin schlussfolgerte die Suchmaschine, dass mit dieser Suchanfrage nach einer lokalen Apotheke gesucht wird. BERT ist nun in der Lage, den semantischen Kontext der Suchanfrage zu verstehen und dementsprechend zu verarbeiten.

Google BERT

Änderungen für SEO-Manager?

Konkrete Optimierungsmaßnahmen im Bereich SEO gibt Google währenddessen nicht an. Es ist aber nicht zu vergessen, dass es sich um ein Update zum verbesserten Verständnis von Google-Suchanfragen handelt. Deshalb ist es SEO-technisch wichtig, natürliche Inhalte zu verfassen, die der menschlichen Intention entsprechen. Der alte Algorithmus von Google arbeitet aber noch. Deshalb sollte man weiterhin Gebrauch von einfachen, nicht verschachtelten Sätzen machen.

Der neue Algorithmus greift laut Google zunächst nur in den USA. Ein Termin, wann die optimierte Version des Algorithmus auch in die deutsche Suchmaschine integriert wird, steht noch nicht fest.

Menschen sitzen beieinander

Community Building – Teil 3: 3 Beispiele für erfolgreiche Online-Gemeinschaften

Wie wir in unserem letzten Beitrag gesehen haben, gibt es überzeugende Gründe dafür, eine Online-Community zur Wertsteigerung der eigenen Marke aufzubauen. Natürlich ist das keine Sache, die von heute auf morgen geschieht. Doch trotzdem lohnt es sich, Investitionen in das Community Building zu tätigen.

Um eine Idee davon zu bekommen, wie Brand Communities erfolgreich funktionieren und fortwährend eine große Menge an neuen Mitgliedern an sich binden, präsentieren wir hier drei Beispiele. Diese Unternehmen bzw. Marken sind allgemein sehr bekannt für die Art und Weise, wie sie ihre Marke vermarkten und dabei ein Gefühl der Gemeinschaft kreieren.

1. Sephora

An erster Stelle ist Sephora bekannt für sein großes Angebot an Kosmetik- und Make-Up-Artikeln. Doch selbst wenn man kein Skincare-Profi ist, kennt man Sephora im Allgemeinen vor allem auch für eine Sache: das Sephora Beauty Insider Programm.

Mit diesem Programm ist es für Sephora möglich, einen riesigen Kundenstamm aufzubauen und diesen stetig zu erweitern. Die Webseite von Sephora bietet eine große Vielfalt an Produkten für die persönliche Körperpflege an und vertreibt dabei auch verschiedene andere Marken aus dem Bereich Make-Up und Skincare.

Die wahre Kraft von Sephora liegt aber in ihrem „Beauty Insider“-Programm. Beauty Insiders werden bei diesem Treueprogramm auf jeder Stufe mit verschiedenen Vorteilen belohnt. Unter anderem erhält man hierbei Zutritt zu exklusiven Sales und Einladungen zu örtlichen Treffen und Events. Zutritt zu diesen Events hat nur ein bestimmter Personenkreis der Programmteilnehmer. Jede Stufe des Programms bietet den Teilnehmern auch einen Zugang zum „Rewards Bazaar“ – ein riesiger Katalog an Produkten, die kostenlos erhältlich sind, wenn man gesammelte Bonuspunkte einlöst.

Sephora Beauty Insider

Indem Sephora auf jedem Level des Programms bestimmte Benefits anbietet, haben sie sich eine starke Gemeinschaft aufgebaut. Mit dem Treueprogramm ist es möglich, das Engagement dieser Gemeinschaft anzuregen und sie dazu zu bewegen, das nächste Level zu erreichen. Diese Exklusivität ist es, was das Sephora „Beauty Insider“-Programm so populär und erfolgreich gemacht hat.

2. Starbucks

Schon seit geraumer Zeit ist der Name „Starbucks“ fast schon synonym mit dem Begriff Gemeinschaft. Das haben sie durch kontinuierliche Arbeit an ihrem Image erreicht.

Das beginnt schon mit dem ersten Schritt in eine der vielen Filialen. Dort wird man nicht von einem Mitarbeiter begrüßt, sondern von einem „Partner“. Das ist der Begriff, den Starbucks für seine Baristas benutzt. Ein kleines, aber wirkungsvolles Detail, das für ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl sorgt.

Auch in der Online-Welt ist das Unternehmen aktiv dabei, eine Community um die eigene Marke zu bilden. So finden jedes Jahr um die Weihnachtszeit verschiedene Wettbewerbe statt. Zum Beispiel mit dem Hashtag #redcupcontest, wo unter allen geteilten Bildern einige ausgesucht werden, um sie auf dem offiziellen Instagram-Account des Unternehmens zu teilen. Sicherlich ist auch der Hashtag #psl vielen Menschen ein Begriff. Unter diesem Hashtag werden Kundenbilder vom berühmten Pumpkin Spice Latte geteilt.

Starbucks Rewards

So wie Sephora besitzt Starbucks ebenfalls ein Treueprogramm: „Starbucks Rewards“. Mitglieder dieses Programms können durch Einkäufe, Spiele und die Teilnahme an bestimmten Events Punkte sammeln. Diese Punkte können eingelöst werden, um kostenlose Getränke zu erhalten. Ideales Ziel: Besitzer einer Starbucks Gold Card werden. Durch Community Building entsteht somit eine Verbindung zwischen der Marke Starbucks und den Kunden, was den Verkauf von weiteren Produkten fördert.

3. Playstation Community (Sony)

Die Playstation Community hat es erfolgreich geschafft, eine Online-Community aufzubauen, die Spieler miteinander verknüpft. Dabei können die Mitglieder der Community je nach persönlichem Nutzen spezifisch auf Einzelbereiche eingehen – so zum Beispiel Spiele oder Support durch die Community.

Die Community ist dicht verknüpft mit den Social-Media-Auftritten von Playstation. So zum Beispiel auf YouTube und Twitter. Dort können User nicht nur Inhalte der Marke Sony, sondern von anderen Nutzern konsumieren.

Sony Community

Fazit

Jede der genannten Communities bieten durch die eingeführten Strukturen und Programme einen Mehrwert für Kunden. Sie wissen, welche Werte und Ideen ihren Kunden wichtig ist. So haben sie es geschafft, eine Gemeinschaft zu bilden, die es Kunden ermöglicht, ihre Ideale in genau solch einer Umgebung auszuleben. Seien es Treueprogramme, userspezifische Inhalte oder allzeit erreichbarer Support – weltweit bekannte Marken wie Starbucks, Sony und Sephora bringen Menschen in aktiven Communities zusammen.

Menschen stehen nebeneinander und schauen in die Ferne

Community Building – Teil 2: 3 Gründe für Community Building als Marketingmaßnahme

Community Building als Marketingmaßnahme ist schon ziemlich verbreitet, selbst wenn wir das nicht als solche erfassen oder wahrnehmen. Als Internetnutzer sind wir alle Teil verschiedener Communities; so vor allem in sozialen Netzwerken. Trotzdem ist der Aufbau einer Community im Internet sicherlich nicht einfach, denn es erfordert die Investition von sehr viel Zeit und Geduld, um eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten aufzubauen. Im besten Falle soll diese Community auch einen Mehrwert für das Unternehmen oder eine bestimmte Marke erwirtschaften. Nichtsdestotrotz lohnt es sich! Denn wer erfolgreiches Community Building betreibt, kreiert eine starke Gemeinschaft, welche langfristige Vorteile für ein Unternehmen bietet. Mit unserem zweiten Beitrag der Reihe „Steigerung des Markenwerts durch Community Building“ zeigen wir Ihnen Gründe, warum auch Sie Community Building als Teil Ihres Managements mit Kunden in Erwägung ziehen sollten.

3 Gründe für Community Building als Marketingmaßnahme

1. Kundenbindung

Für Unternehmen gibt es in der heutigen Welt des undurchschaubaren Internets kaum etwas wichtigeres als die Bindung von Kunden. Auf der einen Seite wünschen sich Kunden mehr Sinnhaftigkeit bei Produkten, denn immer weniger wird bestimmten Marken und Unternehmen Vertrauen geschenkt. Auf der anderen Seite fordern Kunden die persönliche Beteiligung an Kampagnen und diese Tatsache bietet somit einen Zugang für erfolgreiches Community Building.

Studien zufolge ist der Gewinn von neuen Kunden fünf Mal teurer als die Beibehaltung von bestehenden Kunden; genau deshalb ist es enorm wichtig, einen langfristigen Kundenstamm aufzubauen und zu fördern. Bestehende Kunden muss man nicht jedes Mal neu überzeugen, wenn eine neue Kampagne ansteht oder ein neues Produkt erscheint. Durch loyale Kunden muss man sich weniger Sorgen um die Konkurrenz machen.

Neben reinem Produktverkauf sind auch diverse andere Faktoren unerheblich, um Kunden an sich zu binden und die Erfahrung so authentisch wie möglich zu gestalten. So zum Beispiel die Unternehmensphilosophie oder der Nachhaltigkeitsgrad des Unternehmens, welche als emotionale Elemente wichtige Bestandteile einer Community bilden.

Vergessen Sie nicht, dass es beim Community Building auch vorrangig darum geht, die Interessen von Kunden zu vertreten und zu befriedigen. Wenn sich Kunden als Mitglieder einer Community ernst genommen fühlen, sind sie dazu bereit, sich auch langfristig an eine Marke zu binden. Und diese Bindung hält dann auch für eine lange Zeit – und übersteht auch kleine Krisen.

2. Interessentengewinnung (Lead-Generierung)

Das Ziel von erfolgreichem Community Building ist es, eine Gemeinschaft von Mitgliedern anstatt nur Kunden aufzubauen. Diese Mitglieder identifizieren sich im besten Fall so stark mit der Marke, dass sie diese leben und sich in der Öffentlichkeit positiv über sie äußern. Dies kann sogar so weit gehen, dass bestimmte Personen bzw. Influencer die Marke und die Produkte promoten; das wäre natürlich ein großer Schritt. Doch auch abgesehen von Influencern kann eine Marke durch Mundpropaganda weit kommen. Denken Sie nur einmal darüber nach, wie oft Sie aus Ihrer Umgebung Empfehlungen für bestimmte Produkte bekommen haben, weil Ihre Freunde so begeistert davon waren; als ehrliche und authentische Empfehlung sollte diese Art der Interessentengewinnung nicht unterschätzt werden.

Dabei sind nicht nur langjährige Mitglieder von Bedeutung, sondern auch neue Kunden. Um Neulinge an sich zu binden, ist es deshalb unabdingbar, diese mit positiven Erfahrungen zu belohnen, sei es dabei Hilfe und Unterstützung von anderen Mitgliedern oder wertvolle Erlebnisse. Sie alle verfestigen die Sympathie und das Glauben an die Marke.

3. Marktforschung

Beim Community Building ist es äußerst wichtig, eine Atmosphäre der Ehrlichkeit und Offenheit zu schaffen. Jedes einzelne Mitglied sollte seine Meinung frei äußern und Feedback geben dürfen. Wenn Mitglieder unter sich kommunizieren, entsteht eine Nähe zueinander, die unter Umständen wichtiger und qualitativ hochwertiger sein kann als Likes in sozialen Netzwerken oder Absatzzahlen.

Machen Sie sich diese direkte Rückmeldung von Kunden zu Nutze! Schauen Sie sich die Situation in Ihren Communities an. Hier ist es oftmals sogar möglich, die Lage in Echtzeit zu betrachten und je nachdem, wie diese aussieht, kann man die eigenen Produkte auf die Wünsche der Kunden bzw. der Nachfrage ausrichten. So bleiben Sie ihrer Konkurrenz immer einen Schritt voraus.

Menschen legen Hände aufeinander

Steigerung des Markenwerts durch Community Building – Teil 1

Menschen tendieren prinzipiell dazu, sich in Gruppen zu bewegen, doch das ist leider nicht immer so einfach. Wir kennen es aus dem echten Leben oder auch online – die Suche nach gleichgesinnten Menschen, nach einer Gemeinschaft, die nach denselben Interessen und Ideen strebt wie wir selbst. Es reicht dazu nicht, sich im gleichen Raum zu befinden und durch unangenehme, erzwungene Gespräche zu navigieren. Gemeinschaften bilden sich dann am natürlichsten wenn die aufeinander treffenden Menschen auch gemeinsame Werte und Vorstellungen vertreten. Erst dann ist es möglich, das Potenzial einer Gemeinschaft voll auszuschöpfen. Mit diesem Beitrag starten wir eine mehrwöchige Reihe rund um das Thema Community Building. Ein Beitrag pro Woche, wobei wir jedes Mal auf einen anderen Aspekt der Gemeinschaftsbildung eingehen werden. Heute beginnen wir mit der Fragestellung nach dem Begriff Community Building.

Was bedeutet Community Building?

Community Building ist ein in vielen Bereichen gebräuchlicher Begriff. In der Welt des Marketings handelt es sich hierbei vor allem um die Bindung von Kunden an eine bestimmte Marke oder ein Unternehmen durch langfristige Maßnahmen; so vor allem das Erstellen einer Plattform, wo sich Gleichgesinnte informieren und austauschen können. Im allerbesten Fall soll so eine langfristige Bindung als Kunde hergestellt werden. Inzwischen entdecken immer mehr Unternehmen das Prinzip des Community Building für sich und sehen diese als nachhaltige Investition an.

Im Zeitalter des Internets ist es durchaus möglich, den Begriff etwas näher zu definieren: Online Community Building. Wir alle verbringen einen Großteil unserer Zeit online, deshalb ist es auch ein natürliches Bestreben, in der digitalen Welt eine gleichgesinnte Gemeinschaft zu finden und sich mit dieser zu vernetzen. Das geschieht an erster Stelle auf verschiedenen sozialen Netzwerken. Online-Communities bilden deshalb auch ein hervorragendes Fundament für das Social-Media-Marketing von Unternehmen.

Wie funktioniert der langfristige Aufbau von Communities?

Wie bei jeder anderen Marketing-Strategie auch ist es nicht möglich, eine funktionierende Online-Community innerhalb weniger Tage aufzubauen; es ist strategisch vorzugehen. Zuerst ist zu definieren, welche Zielgruppe man ansprechen möchte. Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, was genau mit der geplanten Strategie erzielt werden soll und welchen Nutzen Interessierte davon haben. Danach kann man sich als Unternehmen an die Kommunikationsstrategie machen und die Gestaltung dieser planen.

Was muss beim Aufbau von Communities beachtet werden?

1. Sichtbarkeit der Community

Es ist egal, wie interessant oder großartig die Online-Gemeinschaft ist – es hat alles keinen Nutzen, wenn Interessierte die Community nicht finden können. Es ist demnach wichtig, dass die Community sichtbar ist; Mitglieder und Interessierte müssen die Möglichkeit haben, der Gemeinschaft durch mehrere Zugangspunkte beizutreten oder überhaupt zu finden.

2. Community als Teil des Ganzen

Nicht vergessen, dass die erstellte Gemeinschaft ein Teil des gesamten Angebots ist. Es müssen also Wege und Möglichkeiten gefunden werden, den Interessenten durch die Community an sich zu binden. Dabei ist es aber auch ein wichtiger Punkt, durch andere Wege mit den Interessenten zu interagieren. Eine Bindung des Kunden bringt erst dann einen Mehrwert, wenn beide Seiten sich etwas geben können.

3. Exklusive Inhalte

Für Interessenten und Kunden ist es eine Motivation, aktiver in einer Community tätig zu sein, wenn sie den Vorzug von exklusiven Inhalten genießen dürfen, was sonst an keiner anderen Stelle verfügbar ist.

4. Belohnungen

In jeder Community gibt es Nutzer, die besonders aktiv sind. Das sollten Sie belohnen, denn Beiträge und Engagement von diesen Personen können umso wertvoller sein; so können zum Beispiel verschiedene Stufen der Belohnung oder ähnliches eingerichtet werden.

Fazit

Der Aufbau einer Community dieser Art bietet vielversprechende Möglichkeiten dafür, Kunden für sich zu gewinnen. Diese Maßnahmen sind jedoch nicht über Nacht aufbaubar. Mit ein wenig strategischem Denken und guter Planung ist es aber sicherlich eine sinnvolle Investition. Im Rahmen dieser Beitragsreihe „Steigerung des Markenwerts durch Community Building“ werden wir uns in den kommenden Wochen unter anderem mit den Gründen und erfolgreichen Beispielen für das Community Building beschäftigen.